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Den Spambots noch eins auswischen

Die Praxistipp-Seite wurde aktualisiert. Wie an dieser Stelle schon gemeldet (siehe Eintrag vom 1. Juni 2017) musste ich selbst erleben, wie eine meiner Adressen bespamt wurde, die mit der empfohlenen Methode codiert war. Sowas lasse ich mir natürlich nicht gefallen. Ich habe die Adresse ausgewechselt und einen weiteren Codierungstipp ausprobiert. Die nun so vernebelte Adresse bleibt seit Monaten verschont. Heißt wohl, die haben die Harvester in Ruhe gelassen. Aufatmen!


Auch dafür gibt es einen Anbieter im Netz, der das Ganze online, kostenlos und unaufdringlich erledigt. Ebenfalls im Beitrag zu finden.
https://www.klugeschlangen.de/derpraxistipp.html

disclaimerfrei.de - die erste Erweiterung

"Die populärsten Irrtümer" über Disclaimer ist Thema der Erweiterung bei disclaimerfrei.de. Aber auch damit ist erst ein Anfang gemacht, denn ich habe noch etliche Punkte im Kopf, die einer Ausarbeitung harren.


Rechtssicherheit für Entenhausen

"Viele Grüße aus Berlin..."


Ich habe mal einen Impressumgenerator ausprobiert. Herausgekommen ist das folgende Beispiel. 
In der Begleitmail heißt es:



Der Anbieter verspricht ein rechtssicheres Impressum. Woher weiß er das, wenn ich doch frei fantasierte, irrtümliche oder falsche Daten eingegeben haben kann?


Und so sieht das Ergebnis aus, das ich mit juristischem Segen auf meiner Webseite einbauen darf: 



Dagobert und Gustav in juristisch abgesegneten Positionen. Fehlt nur noch Goofy als Aufsichtsbehörde.


Merke:


Ein komplettes Impressum für eine Gemeinde-Webseite ist bei weitem nicht so kompliziert, wie manche Generator-Anbieter das weismachen wollen. Verwirrend kompliziert ist jedoch zum Beispiel der Generator von e-recht24, weil dort zahlreiche Angaben abgefragt werden, die auf eine Gemeinde überhaupt nicht zutreffen und seitenweise mit "nein" beantwortet werden müssen. Da muss man sich erstmal durchklicken ohne dass einem schwindelig wird.


Das Ergebnis ist keineswegs automatisch rechtssicher. Die Quellangabe einer juristischen Autorität ist aber geeignet, Sicherheit und Korrektheit vorzutäuschen. Der alleinige Effekt einer solchen Maschine ist, den Anbieter (hier: e-recht24) bekannt zu machen. Sprich: Er lässt kostenlos für sich werben.

Die Tücken eines Impressum-Generators

Auch viele Gemeinden verlassen sich im Internet zur Erreichung der Rechtskonformität ihres Auftritts auf einen der gern von Anwälten angebotenen Impressum-Generatoren. Wenn man mit seinen Angaben da durch ist, ist alles in Ordnung. Glaubt man.


Man sollte sich klarmachen, dass die dort eingegebenen Daten von niemandem auf Korrektheit geprüft werden. Der Name des Rechtanwaltes darunter ist überhaupt keine Versicherung der Rechtssicherheit des Impressums. Gerade habe ich so ein Impressum entdeckt, das unvollständig und somit angriffsempfindlich ist. Da nützt die Behauptung nichts, die Angaben richteten sich nach §5 TMG. Denn es fehlte die vorgeschriebene Postadresse, die das TMG verlangt. Dennoch stand stolz darunter: "Impressum-Generator von e-recht24.de".


So kann man sich selbst täuschen. Man muss es aber nicht.
Ich finde es auch nicht besonders christlich, sich auf Paragrafen zu berufen, die man in Wirklichkeit gar nicht ernst nimmt. 

Ein Disclaimer hat keinen Adressaten

Nicht jede einzelne Seite einer Webpräsenz wird jeden einzelnen Besucher gleichermaßen interessieren. Aber jede Einzelseite sollte wenigstens auf irgendein Publikum treffen. Selbst in das knochentrockene Impressum werden irgendwann irgendwelche Besucher schauen, weil sie sich zum Beispiel ein Bild über unsere Verantwortungsstrukturen machen wollen. Wenn das Impressum in Ordnung ist, stehen dort die entsprechenden Informationen drin.


Ein Disclaimer jedoch hat keinen Adressaten. Da wird nichts geregelt, was auch ohne diesen Text nicht längst geregelt wäre. Mit dem Disclaimer wird keine neue Rechtssituation für den Seitenbetreiber geschaffen, schon gar nicht wird eine Schutzfunktion gegen juristische Angriffe installiert. Da steht nichts drin, was für irgendjemanden erhellend oder nützlich wäre. Nichts mit Aha-Effekt. Es sind leere Worte. Und die sollten vermieden oder entfernt werden.


Sinnentleerte Bestandteile passen nicht in eine Darstellung, die das Reich Gottes repräsentieren soll. Jesus warnt: Aber das sage ich euch: Am Tag des Gerichts werden die Menschen sich verantworten müssen für jedes unnütze Wort, das sie gesprochen haben. - Matthäus 12,36

Spambots - eine Zwischenmeldung

Gut 5 Wochen sind seit meiner letzten Veränderung der betroffenen Mailadresse vergangen, und noch ist kein Spam auf der neuen mix-codierten Adresse eingegangen. Ob ich hoffen darf? Die vorige Veränderung wurde ja schon nach fünf Wochen bemerkt (siehe Beitrag "Spambots rüsten auf" vom 26.4.17). Nun bin ich gespannt, ob die Ruhe anhält. Ich werde weiter beobachten und berichten.

Mindert den Schaden. Bitte!

Die fragwürde Verwendungspraxis von Disclaimern erfährt gelegentlich eine Steigerung durch einen Texteinschub, der mit Schadensminderungspflicht überschrieben ist.


Irgendwelche tapferen juristischen Laien haben es auf sich genommen, den Juristen mal so richtig beizubringen, was Recht ist. Dazu haben sie  diesen Text erfunden (oder von sonstwoher abkopiert). Der Text enthält in wenigen Zeilen soviel maßlosen Unsinn, dass er wegen seiner Dichte an Dummheit, Großkotz und Ahnungslosigkeit auf so engem Raum ein Fall fürs Guinnesbuch der Rekorde sein dürfte.


Hier darauf im Einzelnen einzugehen macht mir im Moment keinen Spaß. Ich kann zusammenfassend nur sagen: Der Text ist juristisch völlig falsch, intellektuell im Bereich der Debilität und geistlich ein Ausdruck der Missachtung der Worte Jesu. Er ist ein schreiend peinliches Dokument von Hochmut. Aber er findet sich dennoch auf Webseiten mancher christlicher Gemeinden.


Schadensminderungspflicht-Texte und solche mit ähnlicher Sprachmelodie setzen ja einen Feind voraus. Dem wird erstmal so richtig Angst eingejagt. Da wird mal kräftig mit der Faust auf den Tisch gehauen, damit der weiß, wo der Hammer hängt. Er soll per Drohung dazu gebracht werden, mein mögliches Fehlverhalten gefälligst sanft ins Gespräch zu bringen. Falls er dem nicht zu folgen gedenkt, soll er mich aber kennenlernen!


Feindesliebe hört sich anders an.


Spambots rüsten auf

Leider. Unter "Der Praxistipp" hatte ich noch eine Codierungsmethode für Emailadressen empfohlen und auf meine bisherige Erfahrung hingewiesen, dass dies bislang wirksam vor Spam bewahrt hat. Dies hat sich offenbar geändert. Seit Neuestem erhalte ich sehr wohl Spam auf eine so 'geschützte' Adresse. Es scheint so, dass die Spambots nun doch die so genannten HTML-Entities decodieren.


Die betroffene Adresse habe ich gelöscht und geändert. Allerdings habe ich nun einen Codierungs-Mix eingesetzt und warte ab, was sich da tut. Außerdem habe ich versteckte Test-Adressen mit ebenfalls geänderter Codierung reingemogelt um herauszufinden, ob diese auch gefunden werden.


Fünf Wochen hat es gedauert, bis die vorige codierte Adresse gefunden wurde. Jetzt will ich sehen, wie lange es diesmal dauert - wenn überhaupt wieder eine Entdeckung folgt. Es wird also noch Zeit brauchen, ehe ich hier verwertbare Erkenntnisse mitteilen und eventuell bessere Tipps geben kann. 

Facebook - mein Auslaufmodell

Den Facebook-Auftritt von klugeschlangen.de gibt es noch. Aber wie lange? Ich habe heute den alten Link zu FB ersetzt durch einen Link zu diesem Blog. Eine Weile lang werde ich beides wohl noch parallel betreiben in der vagen Hoffnung, FB bringe noch wenigstens etwas.


Mag sein, dass auch die Umstellung keinen Popularitätsschub erzeugt. Aber: Die Blog-Einträge sind klar besser lesbar. Und ich kann formatieren. Das Drumherum um die Beiträge ist bei weitem hier nicht so verwirrend wie dort. Deshalb macht es auch mehr Spaß, hier zu schreiben.

Der Ton macht die Musik

... sagt schon der Volksmund. Und er hat Recht. Das haben die Kommunikations-Spezies von Nielsen/Norman für Texte auf Webseiten mit Untersuchungen bestätigt. Tests haben ergeben, was eigentlich jeder weiß: Eine freundlich-entspannte Ansprache ist angenehmer als eine formale, sachlich-trockene. Darauf reagieren auch Besucher von Webseiten. Sie entwickeln eher Sympathien für ein Angebot in freundlich-entspanntem Sprachauftritt. Das wurde in Vergleichstests deutlich.


Ich muss dabei sofort an etliche Webseiten denken, die in teils überdeutlicher Freundlichkeit um die Aufmerksamkeit des Besuchers auf der Startseite werben, gleichzeitig sich aber weiter hinten einen teils horrend herrischen Ton erlauben, zum Beispiel unter der Überschrift "Haftungsausschluss". Damit dokumentieren die Anbieter jedoch, dass die Freundlichkeit auf der Startseite nicht unbedingt typisch ist für ihre Art. Schade.


Der ganze Nielsen/Norman-Artikel (in englisch) hier.

Klugeschlangen versucht einen neuen Weg


Der Facebookauftritt sollte es urprünglich sein, der spontane Kurznachrichten von Klugeschlangen bereitzustellen hatte.  Da die FB-Eintragungen nicht zu layouten sind und so im FB-Seitengewühl fast verschwinden, wird dieser Blog einen besseren Ersatz leisten.


Noch ist das ganze ein Versuch. Was in drei Monaten wie aussehen wird, entwickelt sich in der nächsten Zeit.

Ein Konzept. Ein Konzept? Unbedingt!!


Ehe man sich den Spaß erlaubt, mit dem Webseitenbau zu beginnen, sind Vorüberlegungen hilfreich. Denn eine Webseite soll nicht nur den Macher beglücken, sondern vor allem dem Besucher klare Auskunft geben. Dazu habe ich eine weitere Seite mit dem Titel "Konzeptvorschlag" in klugeschlangen.de eingearbeitet, die dieses Thema anreißt.


Und überhaupt ist die Ordnungsstruktur der Seite etwas durcheinandergewirbelt. Wer sich an die bisherige Navigation gewöhnt hat, dem wird eine Umorientierung zugemutet. Ich hoffe,die jetzige Struktur ist schlüssiger.


Fast jeder hat einen Disclaimer - warum eigentlich?


Eines meiner rätselhaftesten Rätsel: Wie kommt es zu dieser massenhaften unkritischen Verwendung von Disclaimern? Dass sie nichts nützen, ist längst geklärt. Schon 1998 erging dazu die erste Gerichtsentscheidung. Die Nutzer setzen sie dennoch auf ihre Seiten, können aber selbst nicht vernünftig begründen, warum. Trotzdem hält dieser Textmüll eine Spitzenposition an Content-Bestandteilen im Netz.


Mit diesem Phänomen wird sich mein neuestes Internetkind befassen: www.disclaimerfrei.de. Sozusagen die säkulare Variante von klugeschlangen.de.


Die Schwierigkeit, vom Glauben zu reden...

...ist eine durchaus selbst erfahrene Unzulänglichkeit. Es scheint vielen anderen ebenso zu ergehen, denn man kann sie auch auf christlichen Web-Angeboten gut beobachten. Predigt-Downloads, Bibelzitate oder selbst formulierte fromme Mottos sind die üblichen Angebote. Doch unmittelbare geistliche Impulse sind offenbar schwer zustande zu bekommen. Ersatzweise findet man häufig Darstellungen der Glaubensinhalte im Sinne von Faktenaufzählungen und Detailbeschreibungen.


Ich meine, es ist nicht ein den Glauben erklärendes Auftreten, das Verkündigung der Guten Nachricht kennzeichnet. Es muss eine persönliche, individuelle geistliche Aussage herauskommen, die sich nicht allein auf rhetorisches Geschick und umfassende oder treffgenaue, „korrekte“ Beschreibungen stützt. Das Erklärungsgebaren appelliert wieder nur an den Verstand und spricht somit nur Menschen an, die dem Vorgetragenen intellektuell folgen können. Das mündet in eine uns nicht aufgetragene und daher unangebrachte Selektion unseres Publikums nach Bildungslevel.


Wer kann mir mal gute Beispiele nennen, wo statt trockener Sachinformation den Besuchern eine sensorische Erfahrung ermöglicht wird:
"Schmeckt und seht, wie freundlich der Herr ist" - Psalm 34 Vers 9.