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Verlässlichkeit von Worten

Wir predigen, dass auf Gottes Wort Verlass ist. Wenn das überzeugen soll, muss beispielhaft auf unsere eigenen Worte natürlich auch Verlass sein. Dann sollten wir Verlässlichkeit à la Reich Gottes einmal live vorführen. Im Internet. Auf unserer Webseite. Das betrifft so läppische Sachen wie „Aktuelle Informationen“, die aber auch tatsächlich aktuell sein müssen und nicht etwa ein halbes Jahr alt. An Pfingsten noch fürs Adventskonzert einladen, das sollte nicht wieder vorkommen.


Das betrifft auch die Verlässlichkeit von Einladungen. Wenn das „Herzlich willkommen“ ernst gemeint ist, sollte gleich danach auch der Ort genannt werden, wo denn der Interessent hinkommen soll. Sonst bleibt die behauptete Herzlichkeit ein leerer Spruch.


Ebenso betrifft das juristische (eher pseudojuristische) Texte. Dort wird zum Beispiel gern behauptet, man habe die Webseite mit größter Sorgfalt erstellt. Vorsicht vorsicht! Solche Sätze stehen massenhaft im Internet und sind in der Regel nicht als eigene Aussage formuliert, sondern bloß irgendwoanders abgeschrieben. Diese und ähnliche Sätze riechen geradezu danach, nicht ernstgemeint zu sein. Sie tragen weder zur Demonstration von Verlässlichkeit des Wortes Gottes noch unserer Worte bei.


Sätze, die von uns nicht mit Substanz gefüllt sind, haben auf einer Gemeindewebseite nichts zu suchen. Wenn es einen juckt, starke Behauptungen auf die Seite zu setzen, sollte man mal ein Stück Selbstkritik wagen. Unser Sprachgebaren ist auch ein Zeugnis des Glaubens und ein Hinweis auf die Zuverlässigkeit von Worten Gottes.
"Denn wenn er spricht, so geschieht's; wenn er gebietet, so steht's da." Psalm 33,9

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