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Werbung einblenden lassen auf Gemeindeseiten?

Heute stieß ich auf eine Gemeindeseite, auf der an jedem unteren Ende Werbung eingeblendet wurde. Soetwas habe ich schon seit Jahren nicht mehr gesehen und hielt das längst für überwunden. Gibt man doch fremden Menschen freie Hand, Inhalte fürwasauchimmer unter meiner Seitenüberschrift nach deren Gusto zu setzen.


Meine Reaktion: erschrocken und befremdet. Da stoßen zwei verschiedene Welten aufeinander, eine Heilbringenwollende und eine Umsatzmachenwollende. Und die passen nach meinem Dafürhalten nicht gut unter einen Hut. Das empfinde ich unabhängig vom Inhalt der Werbung.


Der hatte es aber stellenweise in sich. Neben Sparkasse, Damenschuhe und Kinderpüppchen tauchte auch ein Ballerspiel auf – und als Krönung die Einladung in ein Luxus-Urlaubsresort mit der Zusatzeigenschaft "Adults Only". Das ist zunächst mal nicht so anrüchig, wie es klingt. Es ist jedoch damit gemeint, dass dort Kinder unerwünscht sind. Die Erwachsenen sollen wohl frei von Babygeschrei und herumlärmenden Rasselbanden still und genüsslich relaxen können.


Ist der Gemeinde nicht klar, dass sie mit sowas Jesus in die Parade fährt, der Kinder ausdrücklich willkommen geheißen und seine Jünger, die Kinder von ihm fernhalten wollten, scharf zurechtgewiesen hat? Oder hat Jesus mal wieder nichts zu sagen, wenn es um eine Webseite geht? Und wie wäre es zu beurteilen, wenn keine "kritische" Werbung eingeblendet würde? Ich kann mein Gefühl noch nicht genauer ausdrücken, aber auch das geht mir mächtig gegen den Strich. Kommerz gehört schlicht nicht auf ein Angebot, das das Evangelium zum Thema hat. Man kann nicht Gott dienen und gleichzeitig dem Mammon.


In der Sammlung "Fundstücke und Stilblüten" ist ein Teil-Screenshot der verunglückten Seite zu bestaunen.

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